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Brombeere: Beerenstarker Genuss

In der Antike galt die Brombeere als Heilpflanze. Tatsächlich ist sie voller Vitamine und Mineralstoffe. Dabei handelt es sich streng genommen bei der Brombeere gar nicht um eine Beere
aktualisiert am 07.08.2017

Die blauschwarze Brombeere ist von Juli bis Oktober reif

Fotolia/Thomas Siepmann

Inhaltsstoffe: Schutzstoffe für die Zellen

Brombeeren sind kleine Vitaminbomben. Ihr Gehalt an Provitamin A gehört zu den höchsten unter den Beerenfrüchten. Der Körper wandelt den Stoff in Vitamin A um, welches unter anderem wichtig ist für den Sehprozess. Brombeeren punkten auch mit viel Vitamin C, das zum Beispiel vor Zellschädigungen schützen soll. Das enthaltene Vitamin E wirkt ebenfalls als Zellschutz. Wertvoll sind auch die Vitamine aus der B-Gruppe. Sie sind an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Der Gehalt an Mineralien ist ebenfalls hoch. Dank ihres Ballaststoffanteils können Brombeeren die Verdauung anregen. Für die blauschwarze Farbe sind Anthocyane verantwortlich.

Herkunft: Heilpflanze in der Antike

Ursprünglich stammt die Brombeere aus den Wäldern Eurasiens und Nordamerikas. In der griechischen Antike schätzten die Menschen sie als Heilpflanze. Heute ist die Brombeere weltweit in den gemäßigten Zonen verbreitet. In Deutschland ist sie ein beliebter Obststrauch im heimischen Garten.

Botanik: Brombeeren sind Rosengewächse

Die Früchte wachsen an Sträuchern mit dem botanischen Namen Rubus sectio Rubus. Sie gehören zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Zu unterscheiden ist zwischen rankenden und aufrecht wachsenden Arten. In freier Wildbahn wachsende Pflanzen weisen eine starke Bestachelung auf. Sie können mit ihren bis zu drei Meter langen Trieben kaum durchdringbare Hecken bilden. Für den Anbau werden meistens Kulturformen ohne Stacheln gewählt. Als Kletterhilfe ist ein Spalier erforderlich. Vereinzelt findet die Kultur im Gewächshaus statt.

Die Blätter der Brombeer-Sträucher sind wechselständig angeordnet. Sie sind gefiedert und haben gezähnte Ränder. Meistens sind Brombeersträucher immergrün, sie behalten ihr Laub auch im Winter. Die weißen, selten rosafarbenen Blüten erscheinen erst im zweiten Jahr. Sie wachsen an den Enden von speziellen Seitentrieben. Blütezeit ist zwischen Juni und August. Brombeeren reifen von Juli bis Oktober. Sie sind blauschwarz und bestehen aus vielen Einzelfrüchten. Diese sitzen fest auf einem zapfenförmigen Fruchtboden. Jede Einzelbeere enthält einen kleinen steinigen Samenkern. Botanisch gesehen handelt es sich daher gar nicht um Beeren, sondern um sogenannte Sammelsteinfrüchte.

Der richtige Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn sich die Früchte leicht von den Ästen lösen lassen. Sie schmecken säuerlich-aromatisch und sind sehr saftig. Triebe, die einmal Frucht getragen haben, sterben danach ab.

Saison: Die Beeren des Spätsommers

Brombeeren reifen in Deutschland vom Spätsommer bis in den Oktober. Der Schwerpunkt der Ernte liegt im August und September. Neben heimischen Früchten ist auch Ware aus den Niederlanden und aus südosteuropäischen Ländern erhältlich. Im Winter kommen Brombeeren aus Süd- und Mittelamerika sowie aus Neuseeland zu uns.

Lagerung: Empfindliche Früchte

Brombeeren sind sehr empfindliche Früchte und verderben schnell. Im Kühlschrank gelagert sind sie ein bis zwei Tage lang haltbar, bei 0 Grad maximal vier Tage. Das Obst eignet sich zum Einfrieren, so dass sich Vorräte für den Winter anlegen lassen.

Tipps zur Zubereitung: Beigabe zu Süßspeisen

Brombeeren sind im Sommer eine gesunde Nascherei. Vor dem Genuss nicht vergessen, die Beeren unter fließendem Wasser zu reinigen. Empfehlenswert ist das Obst außer zum Rohverzehr auch als Belag auf Kuchen und Torten oder eingearbeitet in Muffins. Joghurts und Quarkspeisen verleihen Brombeeren eine ausgefallene, bläuliche Farbe und ein fruchtiges Aroma. Auch als Beigabe zu süßen Speisen wie einem Milchbrei sind sie eine feine Versuchung. Eine Bereicherung sind Brombeeren in der roten Grütze. In Form von Saft, Gelee oder Konfitüre sind sie ebenfalls eine gute Wahl. Eine besondere Spezialität ist ein Rumtopf mit den Früchten. Sie werden auch zu Likören, Schnaps und Dessertwein verarbeitet.

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Nährwerttabelle: Brombeere (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
44

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
6

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
3
Kalium (K)
190
Calcium (Ca)
45
Magnesium (Mg)
30
Phosphat (P)
30
Eisen (Fe)
0,9
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
270
Vitamin E (mg)
0,7
Vitamin B1 (mg)
0,03
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,05
Folsäure (µg)
35
Vitamin C (mg)
15

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Fotolia/Thomas Siepmann

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